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Rumänien ...
... eines der ärmsten Länder Europas. Wunderschöne Landschaften, Berge, Täler, Flüsse, das schwarze Meer, weites Land. Ein wunderschöner Fleck, der durch seine Natur und sein Flair zum Träumen einlädt. Die Herzlichkeit dieser Menschen dort, die auch durch meist schwere Lebenssituationen keine Grenze kennt, beschämt einen schon fast, angesichts der eigenen Möglichkeiten hier in der westlichen Welt.

Allgemein
Die gravierenden Spuren des diktatorischen Regimes vergangener Zeiten sind noch deutlich vorhandenen. Eine sehr schwache staatliche Sozialstruktur, stark auseinanderklaffende Wohlstandsmaßstäbe sowie ein deutlich unterentwickeltes Gesundheitssystem lassen das Leben für viele Menschen dort, die zu den Ärmsten der Armen zählen, nur schwer ertragen. Die hygienischen Bedingungen lassen sehr zu wünschen übrig. Kaum ausreichend Nahrung für alle Menschen, keine Unterstützung kinderreicher und damit meist sehr armer Familien, katastrophale Familienverhältnisse. Bei diesen sehr schweren Lebensumständen sind die Kleinsten und Schwächsten die Leidtragenden, die Kinder! Diese Kinder brauchen unsere Hilfe!
Kein Horrorfilm! Realität! Auch kein Bericht aus dem Fernsehen, der oft nur sehr schrecklich erscheint und den man schnell mit den Gedanken verdrängt, dass es uns ja zum Glück deutlich besser geht! Ja, Gott sei dank! Und das sollten wir uns immer wieder vor Augen halten. Aber sollten wir deshalb die Augen vor dem Elend der anderen verschließen und sagen, es geht uns ja nichts an? Ich denke nicht!
Besonders nicht in Zeiten der Freude und des Glücks. Wie z.B. in der kalten und doch so schönen winterlichen Weihnachtszeit. Wo uns durch das Fest der Liebe, wieder warm ums Herz werden sollte. Uns fällt dies sehr schwer. Weil wir wissen, dass es leider viele Menschen auf dieser Welt gibt, denen es nicht nur weniger gut geht als uns, sondern die sogar um ihr Leben kämpfen müssen! Nicht nur in der Dritten Welt, sondern selbst hier in Europa, noch nicht einmal 2.000 km entfernt.
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich entgegen der viel verbreiteten Meinung, die allgemeine Situation für die Menschen in Rumänien durch den EU-Beitritt nicht wirklich verbessert hat. Wohl eher im Gegenteil. Viele Kleinbauern befürchten wohl zu recht das Aus, wenn die strengen EU-Richtlinien Anwendung finden. Die Grundstückspreise sind allerdings schon sechs bis zwanzig Mal so hoch. Und ebenso die Preise für den Hausbau haben sich mindestens verdoppelt. Tendenz stark steigend. Obwohl man als EU-Bürger noch kein Grund und Boden erwerben kann. Natürlich ist vieles bei der Infrastruktur passiert, aber geht es in erster Linie darum?
Die Situation in Rumänien scheint immer schlimmer zu werden, da der rumänische Staat kein Geld hat! Kindergärten werden für bestimmte Zeiten geschlossen, weil die Erzieherinnen nicht bezahlen werden können, keine Gelder für Medikamente oder Schulbücher und besonders erschreckend ist, dass Kinder schon aus Pflegefamilien zurück gegeben werden, weil sie keine Finanzhilfe mehr vom Staat bekommen. In wenigen Wochen nur um Brasov herum alleine über 150 Kinder. Da ist die einzige Hoffnung für diese und viele weitere Kinder, so ein privates Heim, wie unseres! Geschwister werden getrennt, weil es keine Plätze mehr gibt. Schon gar keine zusammenhängenden. Nach dem Verlust der Eltern, was auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgen kann, nun auch noch von der Schwester oder vom Bruder getrennt sein. Schlimm! Aufgrund der Größe unseres Heimes können wir dies weitestgehend vermeiden, wenn der monatliche Unterhalt gedeckt ist. Hier muss gehandelt werden!
Ein Pressebeispiel:
Die große Zahl der Waisenkinder in Rumänien ist die Folge von zwei sozialen Missständen, mit denen das Land zu kämpfen hat: Die wirtschaftliche Situation, die Fachkräfte aus dem Land treibt und die Nachwirkungen der menschenverachtenden Familienpolitik Ceausescus. Neben dem Problem der Vollwaisen und der aufgrund der Armut vernachlässigten Kinder, gibt es in Rumänien noch ein anderes Problem. Etwa 3 Millionen Rumänen haben wegen der massiv steigenden Lebenshaltungskosten und den niedrig bleibenden Löhnen ihre Heimat verlassen, um in anderen EU-Ländern wie Spanien, Italien oder Deutschland zu arbeiten. Die meisten von ihnen nehmen aber ihre Kinder nicht mit. Das staatliche Kinderschutzamt geht von mehr als 82.000 Kindern aus, die auf ihren Vater oder ihre Mutter verzichten müssen, weil sie ins Ausland abgewandert sind. 20.000 Kinder wurden sogar von beiden Elternteilen verlassen. Selbstmorde unter den sogenannten EU-Waisen sind ein bekanntes Problem in Rumänien. Viele von den allein gelassenen Kindern werden depressiv oder rutschen in die Kriminalität ab. Als Razvan Suculiuc sich 2006 erhängte, weil ihn seine Mutter allein in Rumänien zurückgelassen hatte, war er erst 10 Jahre alt. Sein einsames Kinderleben ist kein Einzelfall. Mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche wachsen derzeit in Rumänien ohne Eltern auf, weil sie im Ausland arbeiten. Das 22 Millionen Einwohner zählende Land gehört zusammen mit Bulgarien zu den EU-Ländern mit den meisten Waisenkindern. Zum Vergleich: Deutschland hat bei 82 Millionen Einwohnern etwa 64.000 Heimkinder. Auch wenn es den rumänischen Waisen heute materiell besser geht, als nach dem Ende der Ceausescu-Diktatur, gehören sie noch immer zu den gesellschaftlichen Verlierern. (Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 26.05.2008)
Die "Brigitte" spricht in ihrer Ausgabe vom 27.08.2009 sogar von 3,4 Millionen (ein Fünftel der Erwerbstätigen) Rumänen, die im Ausland arbeiten. Nach einer Erhebung des Kinderhilfswerkes UNICEF, sollen es sogar 350.000 Kinder sein, die zurückgelassen werden. Bei 125.000 Kindern sind beide Elternteile weggegangen. Auch das Bayrische Fernsehen (BR) vom 02.04.2009 bestätigt diese Zahlen. Man sieht die erschreckende Entwicklung in nur einem Jahr, das zwischen den jeweiligen Berichterstattungen liegt!
Slum- und Strassenkinder
Viele rumänische Kinder müssen auf der Strasse leben, schnüffeln Kleber um zu vergessen, haben nichts zu essen und erfrieren im Winter. Das Haus ein Busch. Das Bett oft nur eine Tüte oder eine alte Pappkiste. Im Winter herrschen Temperaturen von bis zu -40°C, wo die Vögel tot von den Bäumen fallen. Wie geht es wohl kleinen Kindern, die barfuss über Eis laufen müssen!? Sie gehen runter in die Kanalisation zu den Ratten, wegen den warmen Heizrohren. Vor einiger Zeit ist ein fünf Monate alter Junge in den Armen seiner Mutter gestorben.

... bei dem Gedanken, dass hier kleine Kinder leben und leider auch viel zu früh sterben müssen, bleibt einem der Atem stehen ...
Hoffnungslose Worte eines Straßenkindes ...
"Bevor ich zu leben begonnen habe ... Ich bin nur ein Straßenkind. Ich bin fast nichts wert. Meine Mutter ist die Straße, mein Vater der Wind. Ich hungre nach allem, ich hungre nach Brot und nach Zärtlichkeit. Niemals habe ich die Wärme eines Zuhauses erfahren dürfen. Aber ich muss umherirren, betteln, um zu überleben. Ich kann nicht lachen. Die Leute und das, was ich erfahren musste, haben mich dies gelehrt. Meine zerrissene Kleidung, meine staubigen Füße ziehen verachtende Blicke auf mich. Nachts schlafe ich unter freiem Sternenhimmel, doch kein einziger Stern lächelt mir zu. Ich bin Analphabet, ich weiß nicht wie man um Hilfe bittet und Menschenrechte einklagt. Und um mein Elend und meine Not zu vergessen, suche ich Zuflucht in eine Welt der Drogen. Dennoch wird mein Leid von mal zu mal unerträglicher. Deshalb werde ich sterben, bevor ich zu leben begonnen habe." (Quelle: Sternsinger 1/2001)
Von der Gesellschaft
verstoßen, keine Chance
auf ein kindgerechtes Leben und
völlig ohne Perspektive auf
eine lebenswerte Zukunft. |
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Die Kinder werden auf der Straße weggefangen und unter dem Gesichtspunkt des Organhandels an die westliche Welt verkauft - oder zumindest Teile von ihnen! Tut mir leid, aber so schrecklich wie es nun einmal ist, so real ist es leider auch! Sie werden oft als Kinder zweiter oder dritter Klasse angesehen, oder eher wie Vieh! Nur, weil man mit ihnen leichter Geschäfte machen kann. Teilweise von der eigenen Familie geschlagen oder als Arbeitstier missbraucht. Anführer von Gruppen der Straßenkinder oder manchmal sogar die eigenen Eltern verschlimmern das Leid der Kleinen noch. Sie verstümmeln die Kinder, indem sie ihnen Arme oder Beine abhacken, damit sie bedürftiger aussehen, wenn sie für deren Alkohol- und Nikotinsucht betteln gehen. Viele dieser Kinder sind in den jüngsten Jahren selbst schon abhängig. Keine Liebe, keine Geborgenheit. Für Kinder aber doch eigentlich unerlässlich.
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Wenig zu essen. Bis zu 50 Menschen in einer Hütte, die kaum größer ist als ein Wohnzimmer. Ohne Fußboden, 1 Bett - wenn überhaupt, kein Holz zum Heizen. Undichte Fenster und Türen. Der Muff und Mief in den Hütten ist kaum zu ertragen. Das Klo, ein Loch zwischen den Häusern. Der Müll türmt sich dahinter. Die giftigen Abwässer fließen genau in den Bach, aus dem sie ihr Trinkwasser holen. - Insgesamt haben weltweit über 4.000.000 Kinder kein oder nur verdrecktes Trinkwasser (Quelle: UNICEF) - Die Menschen werden kaum älter als 40 Jahre. Durch das Gift und die kalte, feuchte Luft sind die Kinder oft sehr krank. Diese perspektivlosen Kinder suchen verzweifelt ein Zuhause.


... alles Andere als ein menschenwürdiges Dasein. So sieht keine Umgebung aus, in der Kinder sich entfalten können, die ihnen die nötige Wärme und Geborgenheit gibt. Dies ist aber unerlässlich für kleine Kinder, um ihnen einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen ...

... für die Ärmsten das Fortbewegungs- und Transportmittel Nr.1 ... 
Wenn ich diese Kinder sehe geht mir ein Riss mitten durchs Herz. Die Kinder schauen mich an und suchen Zuflucht. Und ich möchte ihnen so gerne geben, was sie brauchen, was sie sich so sehr wünschen. Aber mir sind einfach die Hände gebunden.

Freunde von mir, die selbst schon oft in Rumänien waren sagten zu mir: "Wenn ich heute in die Augen meiner Kinder schaue, läuft es mir eiskalt den Rücken runter und die Tränen schießen mir in die Augen. Weil ich in diesem Moment an die Kinder in Rumänien denken muss, denen es nicht so gut geht wie unseren. Und mir wird bewusst, wie dankbar ich sein muss. Aber ich werde auch an meine Verantwortung ihnen gegenüber erinnert ..."
... Eltern lassen sich scheiden, oder kommen wegen Straftaten ins Gefängnis ...

... Kinder müssen zusehen, wie Väter die eigene Mutter verprügeln oder sogar erstechen. Sie landen auf der Strasse oder bei Verwandten, die die Kinder wegsperren, für € 20,00 Kindergeld im Monat ...

... kein Wasser, zu wenig Nahrung, kaum Kleidung. Die Kinder werden oft geschlagen, als Arbeitstier missbraucht, oder einfach nur nicht geliebt ...

... durch den feuchten Mief in den Hütten und den katastrophalen hygienischen Bedingungen herrschen Krankheit und Seuchen. Wie die meisten Kinder hat auch dieser kleine Junge Krätze und wahrscheinlich Asthma. Viele Menschen leiden sogar an AIDS ...

... nicht nur der kurzweilige Drogenkonsum durch Kleber oder Autolack ist ein Problem. Viele Kinder sind leider selbst schon in den jüngsten Jahren alkohol- oder nikotinabhängig ...
... die Kinder auf der Strasse leben in Parkanlagen oder unter Büschen. Mitten im Müll. Das Bett - nur eine alte Pappkiste oder Plastiktüte ...

... das tägliche Dahin-Vegetieren in der Kanalisation ...
Erlebnisberichte
Im Sommer 2006 mussten die Menschen, vor allem im Süden Rumäniens, wieder mit einem sehr schlimmen Hochwasser zurechtkommen. Viele Menschen sind obdachlos geworden. Keine Nahrung, keine Kleidung, keine Perspektive! Und die hygienische Situation ist natürlich nicht besser geworden! Leider ist es uns nicht einmal möglich gewesen, Rumänien zu dieser Zeit zu besuchen. Die schlimmste Form der Vogelgrippe mit dem Virus H5N1 wurde in vielen Dörfern Rumäniens vermutet. Sie waren komplett polizeilich oder durch die Armee abgeriegelt. Es war unmöglich in diese Dörfer hineinzufahren. Noch schwieriger würde es sein, wieder herausfahren zu wollen. Leider ist auch unser Dorf Rotbav betroffen gewesen. Die Menschen waren eingesperrt und ohne ausreichend Nahrung. Nachts versuchten sie zu fliehen, falls sie dazu in der Lage waren. Immer wieder sollen Schüsse gefallen sein. Wollen wir hoffen, dass es sich bei den Opfern "nur" um Tiere gehandelt hat! Da fragt man sich, was diese Menschen noch ertragen müssen ...

Man trifft 4- oder 5-jährige Kinder, die rauchen, Alkohol trinken, stehlen und den ganzen Tag auf der Straße herumhängen. Sie werden geschlagen, mißbraucht oder weggeworfen. Die Kindermafia ist sehr aktiv. Sie kauft armen Familien Kinder für bis zu € 5.000,00 ab. Was dann mit ihnen passiert, möchte man sich nicht ausmalen. Auch die Abtreibungsrate ist gigantisch. Ausgesandte Missionare einer befreundeten Gemeinde in Halle haben selber Kinder angenommen und somit vor der Abtreibung gerettet. Sie erzählten uns von Frauen, die die Kinder zu Hause selbst entfernen wollten. Die meisten Mädchen werden mit 12 oder 13 von Zuhause weggerissen. Eine Frau war bereits im 5.Monat, als sie der Schwangerschaft ein Ende setzen wollte. Das kleine Mädchen lag dann vor ihr auf dem Fußboden, versuchte zu atmen und hat sie angeschaut. Kurz darauf beendete die Frau jegliche Lebensversuche des Kindes. Im Krankenhaus stellte man dann eine Zwillingsschwangerschaft fest. Aber auch für den Jungen kam jede Hilfe zu spät ...

Die Zustände in den Krankenhäusern sind oft katastrophal. Wir sahen Zimmer, die mehr als überbelegt waren. Es gibt nur die nötigste Grundversorgung - wenn überhaupt. Denn die erste Frage ist immer nach der Liquidität der Patienten. Kurz: Wer nicht zahlen kann, wird nicht behandelt. Das Essen muss man meist selbst besorgen. Teilweise im Sanitärbereich sogar Schimmel und Dreck. Die Decken sind alte, speckige Lappen. Auf einer Patientenliege klebte noch altes Blut oder Eiter. Wenn ein Behälter mit der Aufschrift "Bioabfall" herunterfällt, laufen die Krankenhausangestellten einfach hindurch und verteilen so die gefährlichen Substanzen. Auch die weiterhin katastrophale Sozialstruktur ist eher beängstigend. Wir trafen beispielsweise beim Bürgermeister einen 19-jährigen Jungen, der unter Tränen erzählte, dass er mit seinen 8 Geschwistern allein dasteht. Seine Eltern sind vor kurzem durch Mangel an Ernährung und Hygiene gestorben, da sie alles für die Kinder ließen. Nun sind sie auf den "großen" Bruder angewiesen, der unter dieser Situation verständlicherweise eher kindlich wirkte. Der Jüngste ist 3,5 Jahre alt. Eine Schwester wird in Kürze an AIDS sterben. Kein Geld! Keine Perspektive! Die Hilfe vom Staat sah einen Einmalbetrag in Höhe von ca. RON 30,00 (EUR 7,46) vor. In unserem Heim könnten sofort alle ein neues Zuhause finden! Schade, dass wir noch nicht vor Ort waren ...

Im Sommer 2008 waren wir zu Besuch im Slumviertel in unserem Dorf und mussten erfahren, dass der Kinderhandel noch schlimmere Ausmaße angenommen hat. Kinder werden für RON 50,00 (€ 15,00) verkauft, wie uns die Dorfmutter Adriana erzählte! Was mit den Kindern passiert, wollte man uns nicht sagen! Hütten, nur aus alten Bäumen mit Lehm und Plastiktüten bedeckt. Muffig und heiß im Sommer, zum erfrieren im Winter. Obwohl die Situation einen eigentlich immer erstarren lässt! Auf ca. 6 Quadratmeter hausen 12 Menschen und mehr. (siehe auch "Öffentlichkeitsarbeit" die TV-Berichte von SAT.1!)
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